Erste-Hilfe-Training — Anlegen eines Tourniquets an einer Puppe

Erste Hilfe, die unter Druck hält

Erste-Hilfe-Kurs und taktische Medizin

Eintägiger Kurs bei Znojmo für Zivilisten, Vereine und Sicherheitskräfte. Geleitet von einem Sanitäter aus der Notfallversorgung, der einen Auslandseinsatz in Afghanistan hinter sich hat. Wir zeigen dir, wie du starke Blutungen stoppst, die Atemwege frei machst und einen Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes am Leben hältst — so oft geübt, dass du nicht darüber nachdenken musst.

Die Fähigkeit, bei der keine Zeit zum Nachdenken bleibt

Einer unserer Kurse, die dir oder den Menschen um dich herum in einer unerwarteten Lage das Leben retten können — beim Verkehrsunfall, beim Unfall auf dem Schießstand, in der Werkstatt oder im Wald. Bei einer starken arteriellen Blutung geht es um Minuten, und diese Minuten füllt der, der gerade dabei ist. Nicht der Rettungswagen.

Unsere Kurse beruhen auf der taktischen Medizin — TCCC und seinem zivilen Gegenstück TECC (was diese Kürzel bedeuten). Diese Verfahren sind für Lagen geschrieben, in denen Hilfe nicht in fünf Minuten da ist. Der Schwerpunkt des Tages liegt in der Praxis: die meiste Zeit stehst du an der Puppe oder am Partner, zum Schluss gehst du Fallbeispiele durch.

Fakten: zwei Stufen, je 1 Tag (8 Stunden) · 120 € und 160 € · mindestens 4 Anmeldungen, höchstens 8 Teilnehmer pro Ausbilder · Werktags und am Wochenende, ganzjährig · Znojmo und Umgebung oder bei euch · sämtliches Sanitätsmaterial im Preis · Unterricht CZ/EN/DE · keine Umsatzsteuer, Endpreise.

Wer den Kurs leitet

Ein Sanitäter mit Hochschulabschluss im Fach. Er arbeitet dort, wo die neuesten Verfahren der Notfallversorgung aus der Erfahrung der ersten Reihe entstehen — er kennt sie also, bevor sie in den Lehrbüchern stehen. Zugleich Veteran des Afghanistan-Einsatzes und Inhaber der Ausbilderberechtigung der Armee für Sanitätsausbildung. Er unterrichtet also nicht nach Handbuch — er unterrichtet das, was er im Beruf tut und im Feld getan hat.

Die Gruppe halten wir bei acht Personen pro Ausbilder, so wie es auch die Armee hält. Das ist kein Marketing: bei mehr Leuten probiert man einen Handgriff einmal aus, statt ihn zu trainieren. Für größere geschlossene Gruppen setzen wir deshalb einen zweiten Ausbilder ein, keinen größeren Kreis um die Puppe.

Stufe 1 — lebensrettende Sofortmaßnahmen

Ein Tag, 8 Stunden, ohne jede Vorkenntnis. Das Ziel ist eines: dass du beim Verletzten nicht erstarrst. Du gehst mit der Sicherheit nach Hause, eine lebensbedrohliche Blutung zu erkennen und zu stoppen, einem Bewusstlosen Luft zu verschaffen, zu erkennen, mit wem du anfängst, wenn zwei verletzt sind, und sauber an den Rettungsdienst zu übergeben.

  • Sicherheit und die erste Minute. Lagebeurteilung, Notruf 155 und 112 — was du sagen musst, damit schnell und am richtigen Ort geholfen wird.
  • Starke Blutung. Direkter Druck, Druckverband, Tourniquet (an sich selbst und am anderen, einhändig), Wundtamponade, hämostatischer Verband. Geübt, bis es automatisch läuft.
  • Atemwege und Bewusstlosigkeit. Kopf überstrecken, stabile Seitenlage, Ersticken bei Erwachsenen und Kindern.
  • Reanimation und AED. Übung an der Reanimationspuppe und am Defibrillator-Trainer.
  • Brustkorb, Schock, Unterkühlung. Brustkorbverletzung und Chest Seal, Lagerung, Wärmeerhalt.
  • Mit wem anfangen. Bei einem Verkehrsunfall sind meist zwei oder mehr Menschen verletzt. Die Grundregel der Sichtung behandeln wir schon hier; in Stufe 2 bauen wir sie aus.
  • Erste-Hilfe-Set. Was im Autoverbandkasten überflüssig ist, was fehlt und wie ein brauchbares IFAK aussieht.
  • Fallbeispiele. Verkehrsunfall, Unfall auf dem Schießstand, Sturz im Gelände — Lagen, denen man wirklich begegnet.

Stufe 2 — mehrere Verletzte und Abtransport

Der Aufbautag für Absolventen der Stufe 1 oder für Leute mit Praxis (Sanitäter, Soldaten, Rettungskräfte). Stufe 1 lehrt, was zu tun ist. Stufe 2 lehrt, was zu tun ist, wenn es drei Verletzte sind und man weg muss.

  • Wiederholung. Der ganze Ablauf noch einmal und im Tempo, bis er sitzt.
  • Versorgung unter erschwerten Bedingungen. In Bewegung, mit Handschuhen, am Boden.
  • Sichtung in vollem Umfang. Wer zuerst, wer warten kann, wem nicht mehr zu helfen ist — und wie man entscheidet, wenn sich der Zustand unter den Händen ändert.
  • Arbeit zu zweit und Führung. Wer macht was, wie man Umstehende einbindet, wie man laut ruhig bleibt.
  • Improvisation. Tourniquet, Schiene und Verband aus dem, was da ist, wenn das Set leer ist.
  • Abtransport. Griffe, Ziehen, Tragen, improvisierte Trage, den Verletzten über ein Hindernis bringen.
  • Übergabe an den Rettungsdienst. Kurze Meldung: was passiert ist, wer verletzt ist, was wir getan haben und wann.
  • Abschluss-Fallbeispiel. Ein längeres zusammenhängendes Szenario mit Rückmeldung und Nachbesprechung.

Preise

Was es kostet

FormatPreis
Stufe 1 — lebensrettende Sofortmaßnahmen
1 Tag, 8 Stunden, ohne Vorkenntnisse
120 €
Stufe 2 — mehrere Verletzte und Abtransport
1 Tag, 8 Stunden, baut auf Stufe 1 auf
160 €
Beide Stufen zusammen
zwei einzelne Tage, gemeinsam gebucht
260 €
Geschlossene Gruppe
ab 4 Personen eigener Termin, Preis pro Person je Stufe
wie oben
Auffrischung, halber Tag
4 Stunden, nur für Absolventen, empfohlen nach einem Jahr
70 €

Im Preis enthalten sind die Ausbildung über den ganzen Tag, sämtliches Sanitäts- und Schminkmaterial, die Reanimationspuppe und der AED-Trainer, eine Merkkarte mit dem Ablauf und eine Teilnahmebestätigung. Wir sind keine Umsatzsteuerzahler, die Preise sind Endpreise. Einen Termin eröffnen wir ab 4 Anmeldungen; kommen sie nicht zusammen, bieten wir einen anderen Termin an oder erstatten den Betrag.

Für wen

Erste Hilfe zu leisten ist gesetzliche Pflicht für jeden. Unsere Kurse sind deshalb nicht nur für Profis — sie sind für alle, die neben einem Verletzten nicht bloß stehen und warten wollen.

  • Vereine, Clubs und Runden. Jagdvereine, Freiwillige Feuerwehren, Motorrad- und Radclubs — ab 4 Personen richten wir einen eigenen Termin ein.
  • Waffenbesitzer und Schießstandbesucher. Eine Extremitätenverletzung beherrscht nur, wer ein Tourniquet hat und weiß, wie fest es sitzen muss.
  • Jäger, Motorradfahrer, Radfahrer, Paddler und Bergsportler. Alle, die dort unterwegs sind, wo der Rettungsdienst weit weg ist.
  • Sicherheitskräfte und Reservisten. Verfahren nach TCCC in dem Umfang, den ein Nicht-Mediziner anwenden darf.
  • Eltern, Fahrer, Lehrer und Gruppenleiter. Zivile Unfälle machen den größten Teil der Szenarien in Stufe 1 aus.

Geschlossene Gruppen

Ab 4 Personen richten wir einer geschlossenen Gruppe einen eigenen Termin ein — einem Jagdverein, einer Freiwilligen Feuerwehr, einem Club oder einer Runde Freunde. Wir stimmen ab, wo es stattfindet, und richten das Programm danach, worauf ihr in eurer Gruppe am ehesten trefft. Der Tag lässt sich mit Schießausbildung, Survival oder Teambuilding verbinden — nach Südmähren ist es eine Stunde von Brünn und von Wien.

Was uns von einem üblichen Erste-Hilfe-Kurs unterscheidet

 Üblicher KursD&S Tactics
Wer unterrichtetDozent nach LehrplanSanitäter aus der Notfallversorgung, Sanitätsausbilder der Armee, Einsatzveteran
Anteil Praxisoft den größten Teil des Tages Theorie und FolienTheorie nur so viel wie nötig; sonst stehst du an der Puppe
BlutungVerband und DruckpunktTourniquet, Wundtamponade, Hämostatikum — an sich und am anderen
Ausrüstungeine Puppe für die ganze GruppeÜbungs-Tourniquet für jeden, Reanimationspuppe, AED-Trainer, Schminkset
GrundlageKurslehrplanTCCC und TECC — Standards der taktischen Medizin
Gruppeauch 20 Personen und mehrhöchstens 8 pro Ausbilder, so wie es auch die Armee hält

Ganz offen: wir sind weder ein staatlich akkreditierter Sanitätskurs noch ein international zertifizierter NAEMT-Kurs und lehren keine Maßnahmen, die nur medizinisches Fachpersonal durchführen darf. Wir lehren das, was ein Laie tun darf — und was am häufigsten Leben rettet. Geleitet wird es aber von jemandem, der diese Grenze von beiden Seiten kennt.

Buchung

Termine und Buchung

Aktuell ist kein Termin ausgeschrieben. Neue Termine geben wir zu Jahresbeginn und laufend bekannt — schau in den Kalender oder schreib uns über das Kontaktformular und wir melden uns.

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Häufige Fragen

Was ihr fragt

Was kostet der Kurs?

Stufe 1 kostet 120 € pro Person und Tag, Stufe 2 kostet 160 €. Beide Stufen gemeinsam gebucht kosten 260 €. Einer geschlossenen Gruppe ab 4 Personen richten wir zu denselben Preisen einen eigenen Termin ein. Wir sind keine Umsatzsteuerzahler, die Preise sind Endpreise und enthalten das gesamte Sanitätsmaterial.

Wer leitet den Kurs?

Ein Sanitäter mit Hochschulabschluss im Fach. Er arbeitet dort, wo die neuesten Verfahren der Notfallversorgung aus der Erfahrung der ersten Reihe entstehen, und kennt sie damit, bevor sie in den Lehrbüchern stehen. Zugleich Veteran des Afghanistan-Einsatzes und Inhaber der Ausbilderberechtigung der Armee für Sanitätsausbildung. Er unterrichtet also nicht nach Handbuch — er unterrichtet das, was er im Beruf tut und im Feld getan hat. Namen und konkrete Arbeitsstellen nennen wir nicht; die Anonymität der Ausbilder gilt bei uns für alle Kurse.

Ist der Kurs auch für völlige Laien geeignet?

Ja. Stufe 1 setzt keine medizinische Ausbildung und keine besondere Fitness voraus. Du lernst das, was in den ersten Minuten zählt: eine starke Blutung stoppen, die Atemwege frei machen, entscheiden, mit wem du anfängst, und den Verletzten bis zum Rettungsdienst am Leben halten.

Was unterscheidet ihn von einem üblichen Erste-Hilfe-Kurs?

Das Verhältnis von Praxis und Theorie, wer unterrichtet, und die Gruppengröße. Den größten Teil des Tages stehst du an der Puppe oder am Partner, und der Tag endet mit Fallbeispielen. Die Verfahren stammen aus der taktischen Medizin (TCCC und TECC), weil sie für Lagen geschrieben sind, in denen Hilfe nicht in fünf Minuten da ist.

Was bedeuten TCCC und TECC?

TCCC (Tactical Combat Casualty Care) ist der militärische Standard der Verwundetenversorgung im Gefecht, TECC (Tactical Emergency Casualty Care) sein ziviles Gegenstück für Unfälle, Angriffe und Lagen mit mehreren Verletzten. Beide folgen derselben Reihenfolge: zuerst starke Blutung, dann Atemwege, Atmung, Kreislauf, Unterkühlung. Unsere Kurse bauen darauf auf, in dem Umfang, den ein Laie anwenden darf.

Bekomme ich ein Zertifikat?

Du bekommst eine Teilnahmebestätigung mit Datum, Stundenumfang und der Liste der geübten Fertigkeiten. Sie ist ein Nachweis für dich, nicht für Behörden: keine staatliche Akkreditierung, kein NAEMT-Zertifikat, kein Ersatz für eine medizinische Ausbildung, und wir stellen sie nicht als Unterlage für Ämter oder staatliche Stellen aus.

Wie viele müssen und wie viele dürfen wir sein?

Einen Termin eröffnen wir ab 4 Anmeldungen, das Maximum sind 8 Teilnehmer pro Ausbilder. Acht ist die Obergrenze, die auch die Armee hält, und daran halten wir uns — bei mehr Leuten probiert jeder einen Handgriff nur aus, statt ihn zu trainieren. Für größere geschlossene Gruppen setzen wir einen zweiten Ausbilder ein.

Kommt ihr zu einer geschlossenen Gruppe?

Ja. Ab 4 Personen richten wir einer geschlossenen Gruppe einen eigenen Termin ein — einem Jagdverein, einer Freiwilligen Feuerwehr, einem Club oder einer Runde Freunde. Wir stimmen ab, wo es stattfindet, und richten das Programm danach, worauf ihr in eurer Gruppe am ehesten trefft.

Was soll ich mitbringen?

Kleidung und Schuhe, die schmutzig werden dürfen, und etwas zu trinken. Das gesamte Sanitätsmaterial — Übungs-Tourniquets, Verbände, Hämostatika, Reanimationspuppe, AED-Trainer — haben wir, es ist im Preis. Wer ein eigenes Erste-Hilfe-Set oder IFAK hat, bringt es mit; wir gehen es durch und sagen, was fehlt.

Finden die Kurse am Wochenende statt?

Ja. Die Sanitätskurse sind die einzigen aus unserem Angebot, die wir auch am Wochenende ansetzen, und zwar ganzjährig — sie hängen nicht an der Tandemsprung-Saison wie die übrigen Kurse. Den konkreten Termin findest du immer im Kalender.

Kann man den Kurs verschenken?

Ja. Im E-Shop gibt es einen Gutschein, der ein Jahr ab Kauf gilt. Wir stellen ihn entweder über einen Betrag oder gleich über eine konkrete Kursstufe aus; den Termin wählt die beschenkte Person selbst.